9. Weimarer Republik
Im H.intergrund steht immer die Frage: Warum scheiterte die erste deutsche
Demokratie? Warum und wie gelingt es Adolf Hitler 1933, die Macht zu übernehmen? Zunächst muss sich eine Staatsform durchsetzen.
Der Kampf um die Verfassung
Am 9.11.1918 beginnt der Kampf um die Staatsform.
Es gibt zwei unterschiedliche Seiten:
1. Der Rat der Volksbeauftragten hat das Ziel einer Demokratischen Regierung.

Beim Wahlkampf spielten eine Menge Machtfaktoren eine Rolle.
Machtfaktoren:
1. Stimmung im Volk (Parteien/Wahlen)
2. Bewaffnete Macht: Teile der alten Reichswehr, Adel, Freikorps
3. Bewaffnete Macht: Arbeiter und Soldatenräte
4. Presse
5. Kirchen (Pfarrer)
6. Industrie
7. Bürokratie
8. Gerichtswesen
9. Parteien
Parteien zu dieser Zeit:

Am 19 Januar 1919 kam es dann zur Wahl.
Die Ergebnisse:

Nach diese Veranschaulichung der Wahlen von 1919 wird klar, dass ungefähr 77% der Bürger eine demokratische Regierung als Staatsform haben wollten, denn die SPD, Zentrum und BVP und DDP, die alle eine Demokratische Regierung vertraten, ergaben zusammen 77%.
Die KPD war bei dieser Wahl gar nicht angetreten, weil sie die parlamentarische Regierung von Grund auf ablehnten, doch bei späteren Wahlen erreichten sie immerhim 10% der Stimmen.
Doch wie kam es zustande, dass die Demokratie schlussendlich doch siegt (SPD,
Zentrum und BVP, DDP)?
Machtfaktoren
Demokratie: Vor allem waren dafür verantwortlich: Arbeiter und Soldatenräte, das Volk und das Kirchenvolk
Kommunismus: KPD+ die Minderheit der Arbeiter-und Soldatenräte
Die Monarchie konnte nicht mehr gewählt werden, aber wäre sie bei der Wahl vertreten gewesen hätten diese Wähler sie sicher nicht unterstützt, da der Kaiser den Krieg angezettelt und noch schlimmer gegen die Demokratie verloren hatte.
- Industrie, wählt aus Angst vor der Enteignung die Demokraten
- Beim Adel, Teile der alten Reichswehr und Freikorps war es der gleiche Grund.
- die Bürokraten
- außerdem das Gerichtswesen
- die Presse ist auch monarchisch gesinnt
Zusammenfassung: Die Demokratie setzt sich durch, da die Monarchie durch die Kriegsniederlage in Verruf geraten war und die Demokratien gesiegt hatten. Die Bürger waren zu dem Zeitpunkt mit großer Mehrheit dafür, Demokratie zu wagen und wählten die demokratischen Parteien. Die alten Kräfte (kaisertreues Truppenteile, Offiziere, kaiserliche Beamte und Richter) waren durch die Niederlage geschwächt, und spielten zähneknirschend mit, zumal sie vor dem Kommunismus noch weit mehr Angst hatten. Zuerst galt es für die alten Kräfte darum, die eigene haut zu retten. Mit den Demokraten würde man dann später „aufräumen“.