17. Ideologie der NS
Rassismus: Nationalsozoialisten betonen dass die einzelnen Rassen
verschiedene Wertigkeiten haben. Denkfehler: Es steht nirgends festgeschrieben dass z.B Juden weniger wert sind als die Germanen.
Jüdische Weltverschwörung: Amerikanische, kapitalistische Juden verschwören
sich mit kommunistischen Juden gege die germanische Rasse.
Denkfehler: Kommunisten arbeiten nicht mit Kapitalisten zusammen
Antisemitismus: Wegen der jüdischen Weltverschwörung und dem Rassenkampf müssen die Juden vernichtet werden.
Denkfehler: Es gibt keine Weltverschwörung, Rassismus ist unlogisch
Sozialdarwinismus: Starke Menschen müssen die schwachen unterdrücken.
Begründung: Evolutionstheorie, Naturwelt
Denkfehler: Die Naturwelt kann nicht 1:1 auf die Gesellschaft übertragen werden
Aggressiver Nationalismus: Die Deutschen müssen den ihnen zustehenden
Lebensraum (vor allem im Osten) zurückerobern.
Folge dieser Politik muss ein Krieg mit der Sowjetunion sein.
Denkfehler: Es gibt keinen Lebensraum, der den Deutschen zusteht.
Antikapitalismus: Die Betriebe müssen verstaatlicht werden.
Hintergrund: Hitler wollte nur die Juden enteignen. Die großen Industriebetriebe hat er dagegen für seinen großen Krieg gebraucht.
Man kann also nicht sagen, dass Hitler ein Antikapitalist war.
Hier ist vielmehr zu erkennen, dass Hitler die NSDAP auch den Unzufriedenen schmackhaft machen wollte.
Antimarxismus: Die NSDAP kämpft gegen den Kommunismus, weil dieser ein
politischer Feind ist und die Juden dort herrschen. (Weltverschwörung)
Denkfehler: Es gab zwar mächtige Juden in der Sowjetunion, aber diese waren in der Minderheit und es gab keine Weltverschwörung.
Volksgemeinschaft: Das ganze Volk soll vereinigt sein in einer
Volksgemeinschaft.
Denkfehler: Der Antisemitismus und Sozialdarwinismus widerspricht der Vorstellung von der Volksgemeinschaft. Auch ist diese Vorstellung in einer solchen Gesellschaft nicht ganz zu realisieren, da
zu verschiedene Interessen aufeinandertreffen.
Führerprinzip: Es gibt einen Menschen im Staat, der alle Macht hat. So kann
man mehr erreichen als in einer Demokratie,denn dort ist eine Vielzahl von leitenden Menschen, die sich die Macht teilen, von schwankenden Wahlergebnissen abhäng und kann so in der
kurzen Zeit nichts erreichen.
Denkfehler: In einem solchen System, in dem keine Kritik geduldet wird, ist keine Kontrolle möglich.
So wird eine gefährliche Politik nicht als solche erkannt und eine Korrektur ist nicht möglich.
