27. Römische Antike

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Das Bild zeigt das gesamte römische Reich mit seinen Provinzen im 2. Jahrhundert nach Christus. 15 n. Chr. hatten die Römer begonnen Süddeutschland schrittweise zu erobern.  Damit begann die 280-jährige römische Epoche in "Germanien". 

  
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Im Jahr 15 v. Chr. hatten die Römer den Plan das Gebiet des heutigen Baden- Württembergs zu unterwerfen. Sie drangen bis in das Alpenvorland und nach Augsburg  vor und errichteten dort Provinzen. 

Die folgenden Karten zeigen den Fortschritt der römischen Eroberungen in Süddeutschland. 

  

  

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Schrittweise Eroberung Südwestdeutschland nach der für die Römer verheerender Schlacht im Teutoburger Wald. im Norden Deutschlands (9 n. Chr.). Der Plan "Germanien bis zur Elbe" wird aufgegeben . Süddeutschland wird erobert.  Bis ca. 50 n. Chr. ist die Donau der Grenzfluss.

 


 

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Die Karte zeigt die Grenzbefestigung um 90 n. Chr. 

 

  

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Zu sehen sind verschiedenen Eroberungen und Grenzbefestigungen bis ins 3. Jahrhundert. Auch der Limes ist erkennbar. Die wichtigsten Eroberer sind die Kaiser Trajan (98 – 117), Hadrian (117 – 138) und Antoninus Pius (138 – 161). Ca. 150 n. Chr. wird der Limes nochmals verkürzt (orange Linie) und der Endzustand der Grenze in Südwestdeutschland erreicht.   


 


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Die Karte zeigt die wichtigsten Gebietskörperschaften/ Städte (civitas) und Verwaltungszentren in Süddeutschland: Rottweil (Arae Flaviae) Rottenburg (Sumelocenna) und Augsburg (Augustae Vindelicum). Man sieht die Einteilung in die drei Bereiche (Belgica), Germania Superior (Obergermanien) und Raetia (Raetien).

 

 

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Das Bild zeigt die Grenzbefestigung (Limes) um 150 n. Chr.  Dieser bestand aus halbierten Eichenstämmen (Obergermanien).  Diese wurde nach und nach durch Steinmauern (Bild 2) ersetzet. In Raetien bestand der Limes aus einer durchgehenden Steinmauer. Bild 3 zeigt eine römische Kaserne und Bild 4 zeigt wiederum ein Kastell zur Überwachung der Grenze.

 

 

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Das Bild zeigt, dass Teile des heutigen B/W zu Obergermanien bzw. Landesteile im Osten zu Raetien gehörten.


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Sieben Achtel des heutigen B/W gehörten zeitweilig  zum römischen Reich. Die Alemannen durchbrachen den Limes um 260 und die römische Grenze lag danach am Rhein (Bodensee).

 

 

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Die Karte zeigt die durch Grabsteininschriften nachgewiesenen Herkunftsorte (grüne Punkte) der römischen Soldaten, die in Süddeutschland stationiert waren bzw. nach ihrer Entlassung aus der Armee lebten.



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Die Karte soll einen komplizierten Vorgang verdeutlichen. Kaiser Claudius zog im Jahr 43 n. Chr.

römische Truppen vom Rhein-Neckar-Gebiet für die Eroberung Großbritanniens ab und siedelte zum

Schutz der Grenze romfreundliche Elbgermanen an. Zu jenem Zeitpunkt lagen die germanischen Siedlungen (Karte) außerhalb des römischen Reiches. Später nach der Besetzung des Gebietes unter Kaiser Vespasian (69 – 79 n. Chr.) wurde das Gebiet römisch. Römische Bevölkerung und Germanen mischten sich.

 

 

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Die Karte zeigt die verkehrstechnische Erschließung Südwestdeutschlands.

  

 

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Straßen und wichtigste römische Orte in Südwestdeutschland: Rottweil, Rottenburg, Pforzheim, Cannstatt, Wimpfen, Ladenburg ….

Die Straßen verlaufen häufig entlang der heute bekannten Straßen.


 

 

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Beneficiarer:

 --> Von den Legionen abkommandierte Soldaten (Beneficiarer mit speziellen Aufgaben) waren dem Statthalter direkt  unterstellt.

  --> Ihre Aufgaben Unterlagen in der Untersuchung von Rechtsverstößen ( auch Landesverrat& illegaler Waffenhandel), Verhaftung der Beschuldigten & ihre Aufgabe lag auch in der Abfassung von Untersuchungsgeschichten & Verhörprotokollen. Diese als Grundlage für den Prozess vor dem Statthalter dienten. Die Beneficiarier stellten somit eine Art Grenzpolizei/Grenzverwaltung dar.

Dienststelle:--> eine dichte Kette entlang der Limes
       --> wichtigen Straßenkrenzungen im Hinterland
 

-(Einzelner Leitet, dessen weglassen)

Dienstzeit betrug mind. 6 Monate. Der Dienst war nicht ungefährlich, so dass die Beneficiarier am Ende ihrer Dienstzeit Weihealtäre an ihren Stationen (siehe Bild) stifteten.

 


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Die Lanze wies die Beneficiarier  als „Grenzpolizei“  im Auftrag des Statthalters aus.


 

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Wie wurden Provinzen regiert & verwaltet?

Es gab vier rechtliche Gruppen:

Römischen Bürger

Frei Bürger

Freigelassenen

Sklaven

Innerhalb der Bevölkerung mit röm. Bürgerrecht gab es vier soziale Rangstufen:

Kaiser =  Oberbefehlshaber

Senatoren = Elite des röm. Reiches

Ritter

Bürgerschaft

Familienstatus

   

 


 


Zusammenfassung

 

  • Das Erbe der Römer sind die romanischen Sprachen, die sich aus Latein entwickelt haben. Dazu gehören Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch. Deutsch gehört mit Englisch, Holländisch, Norwegisch und Schwedisch zu den germanischen Sprachen.
  • Auch die lateinische Schrift hat fast ganz Europa übernommen und dadurch hat jeder die Möglichkeit andere Sprachen "einfach" zu lesen und zu lernen.  Ausnahmen sind der russisch-geprägte Teil Europas und der griechische.
  • Zivilisatorische Vorbildfunktion: Die römischen Straßen sind zum Teil sogar moderner und effizienter als die des europäischen Mittelalters. Diese Straßen waren zum größten Teil befestigt und wurde sehr strikt geplant. Die Römer verstanden die Badekultur als wichtigen Teil der Zivilisation. Jedes Kastell hatte ein Bad und es gab auch verschiedene Badevorgänge. Dabei ging es immer von warm nach kalt. Auch die geplante und durchstrukturierte Landwirtschaft (villa rustica = Gutshof) war eine römische Erfindung. Planstädte mit Infrastruktur und geordneten Straßenzüge. Hygiene: vorbildliche Wasser und- Abwasserentsorgung. Architektur: Repräsentative öffentliche Gebäude wie z.B das Colosseum in Rom.
  • Römisches Recht: Erst die Römer standardisieren und kodifizieren das Recht. Dieses Prinzip wird in Deutschland ab dem 15. JH übernommen. Die Landrechte der Frühen Neuzeit (um 1500) enthielten Bestimmungen für alle möglichen Rechtsbereiche: Strafrecht, Privatrecht, Polizei, Lehen- und Verfasssungsrecht.
  • Römisch- katholische Kirche: Vor 300 n.Chr. wiederholt Christenverfolgungen im römischen Reich. Um 313 n. Chr. wird das Toleranzedikt unter Kaiser Konstantin veröffentlicht, dies bietet für die Bürger des römischen Reichs Religionsfreiheit. 380/90 n. Chr. wird das Christentum unter Kaiser Theodosius Staatsreligion. Nun stellt sich die Frage: "Wie kommt die christliche Religion zu uns?".  375 n.Chr. begann die Völkerwanderung, d.h germanische Stämme erobern römische Gebiete und gründen Reiche. Das bedeutet den Untergang des weströmischen Reichs (um 500 n. Chr.). Das oströmische Reich mit Byzanz und Konstantinopel bleibt jedoch bleibt noch einige Zeit bestehen (bis 1453). Der merowingische König Chlodwig lässt sich 496 n. Chr taufen (fränkischer König). Daduch hat sich fast das gesamte französische Volk taufen lassen.  Karl der Große wird 800 n. Chr. vom Papst gesalbt und damit dominiert das christliche Europa. Die Sachsen wurden dann mit Gewalt bekehrt.
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